Konrad Adenauer (1976 - 1967)

Von 1917 bis 1933 war Adenauer Oberbürgermeister von Köln.
1917-1918 Mitglied des preußischen Herrenhauses, bemühte er sich 1918 um die Trennung der Rheinlande von Preußen. Seit 1920 Präsident des preußischen Staatsrates, zählte Adenauer zu den bedeutendsten Politikern der Weimarer Republik. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten verlor er alle Ämter, wurde vorzeitig pensioniert und lebte zurückgezogen in Rhöndorf.
Nach dem 20. Juli 1944 wurde er von den Alliierten für einige Monate wieder als Oberbürgermeister eingesetzt. Auseinandersetzungen mit den britischen Behörden führten jedoch zu seiner Entlassung.
1948-1949 war er Präsident des Parlamentarischen Rates und maßgeblich an der Schaffung des Grundgesetzes beteiligt. Im September 1949 wurde er mit nur einer Stimme Mehrheit zum ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1963 inne. 1950-1966 war Adenauer zugleich Parteivorsitzender der CDU. Seine bedeutendsten politischen Leistungen sind die dauerhafte Aussöhnung mit Frankreich (deutsch-französischer Freundschaftsvertrag von 1963) als Voraussetzung für eine Europäische Einigung und die Anerkennung der Souveränität der Bundesrepublik Deutschland. Mit Staatspräsident Charles de Gaulles verband ihn eine tiefe Freundschaft. 1954 erfolgte die Aufnahme der Bundesrepublik in die Westeuropäische Union (WEU) und 1955 in die NATO, im selben Jahr gelang es ihm bei einem Besuch in Moskau, diplomatische Beziehungen zu Moskau aufzunehmen. 1957 errang die CDU, die Partei dieses brillanten Wahlkämpfers, die absolute Mehrheit.

Historische Quelle: Brief von Konrad Adenauer an Strauß vom 20.Juni 1958 u.a.


Franz-Josef Strauß