Franz Josef Strauß - Vita:
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► Herkunft: ►Ausbildung: 1939 wurde Strauß zum Wehrdienst eingezogen, legte aber während eines Urlaubs das Staatsexamen für das höhere Lehramt ab. Das Referendarexamen bestand er 1940 mit 1,1, der besten Note seit 1910 in Bayern. Strauß diente im kurz darauf einsetzenden Krieg bis 1942 als Artillerist an der Front. Aufgrund von schweren Erfrierungen wurde Strauß danach Lehroffizier an der Flakschule Altenstadt bei Schongau/Bayern. Diese Funktion übte er bis zum Eintreffen der Amerikaner aus, am Ende des Weltkrieges hatte er die Funktion eines Oberleutnants inne. ►Politische Laufbahn: 1953 trat Strauß in die von
Adenauer geführte Bundesregierung als Minister
für besondere Aufgaben ein und übernahm 1955 das neugeschaffene
Atomministerium. 1956 löste er
Theodor Blank, den ersten Verteidigungsminister
ab und trug seitdem maßgebend zum Aufbau der Bundeswehr bei. Während
dieser Tätigkeit musste Strauß mehrere Affären durchlaufen, die durch den
Spiegel publik gemacht wurden ("Starfighter" und "Fibag-Affäre"). In der
"Spiegel-Affäre" wurde ihm falsche Unterrichtung des Bundestages vorgeworfen, so
dass er 1962 aus der Regierung ausscheiden musste. In den Jahren der Unions-Opposition 1969-82 profilierte sich der CSU-Vorsitzende (seit 1961 bis zu seinem Tode) als härtester Kritiker der sozial-liberalen Opposition. Hier brillierte Strauß besonders in Diskussionen der Finanz und Wirtschaftspolitik. Zudem war Strauß ein Gegner der Ostpolitik der Bundesregierung Brandt/Scheel. Strauß wurde 1978 bayrischer Ministerpräsident, obwohl die CSU bei der Wahl Stimmverluste zu beklagen hatte. (59,1 % statt 62,1 % 1974). Strauß übernahm das Kabinett seines Vorgängers Goppel und setzte Georg Tandler als Innenminister und Edmund Stoiber als Generalsekretär ein. Die beiden blieben bis zu seinem Tode seine engsten Mitarbeiter. 1980 wurde Strauß
Bundeskanzlerkandidat der CDU/CSU,
nachdem er sich gegen seinen Widersacher Helmut Kohl, der den
Ministerpräsidenten Albrecht als Kandidat auserkoren hatte, durchgesetzt hatte. Er scheiterte klar(34,2
% statt 38 % 1976), vermochte aber
weiterhin in der Bundespolitik ein gewichtiges Wort mitzusprechen und entfaltete
als Landesvater auch eine rege außenpolitische Aktivität (Auslandsreisen u.A.
nach China, Tibet, Albanien und privat zu Michail Gorbatschow). Er starb am 3. Oktober 1988 in Regensburg. ► Werke: "Entwurf für Europa", 1966;"Herausforderung und Antwort.
Ein Programm für Europa",1968;"Der Auftrag", 1974; "Deutschland - Deine
Zukunft", 1975;"Die Zukunft gehört der Freiheit", 1985;
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