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►(1945 - 1962)
"Wir Jungen haben nicht den Krieg
mitgemacht, damit jetzt eine Partei gegründet wird unter diesen Vorzeichen des
Streits, unter den Streithanseln, der uns schon in der Vergangenheit nichts
gebracht hat"
März 1946 auf der ersten Landesversammlung der
Christlich Sozialen Union in Bamberg
Wir leben in einem technischen Zeitalter, in dem die
vereinigte Stärke unserer Bundesgenossen ausreicht, um das Reich der Sowjetunion
von der Landkarte zu streichen."
(1956)
" Ein Volk, das diese wirtschaftlichen
Leistungen erbracht hat, hat ein Recht darauf von Auschwitz nichts mehr hören zu
wollen."
"Es werden noch Zeiten kommen, wo eine Kaserne genau so
notwendig ist, wie eine Kirche"
Spiegel 1961
"Wie ich persönlich über die Leistungen der an der Front eingesetzt gewesenen
Verbände der Waffen-SS denke wird Ihnen bekannt sein. Sie sind
selbstverständlich in meine Hochachtung vor dem deutschen Soldaten des letzten
Weltkrieges einbezogen."
Der Freiwillige, 1959
"Wer noch einmal das Gewehr in die Hand nehmen will, dem soll die Hand
abfallen."
Aus einer Strauß Versammlung 1949, im Spiegel 1957 zum ersten
Male zitiert und von Strauß bei Vorlage anerkannt, ab 1957 von ihm ständig
dementiert.
"Wir leben in einem technischen
Zeitalter, in dem die vereinte Stärke unserer Bundesgenossen ausreicht, um das
Reich der Sowjetunion von der Landkarte streichen zu können."
Rede in Hollfeld, Nov.1956
►(1963 - 1969)
"(Der Spiegel) ist die Gestapo des heutigen Deutschlands. Es gibt dort Tausende
von Personalakten. Wenn man die Nazi-Vergangenheit Deutschlands betrachtet, so
hat fast jeder etwas zu verheimlichen. Das ermöglicht Erpressungen. Ich war
gezwungen dagegen vorzugehen."
Ha`Aretz- Interview, 2.6.1963
über linke Studenten:
"Verdreckte Vietcong-Anhänger, die da öffentlich Geschlechtsverkehr treiben."
Spiegel, 29.7.1968
Die Außergesetzlichen haben in gröbster Weise die öffentliche Ruhe und Ordnung
gestört... Diese Personen nützen nicht nur alle Lücken der Paragraphen eines
Rechtsstaates aus, sondern benehmen sich wie Tiere, auf die die Anwendung der
für Menschen gemachten Gesetze nicht möglich ist...
Telegramm an Ministerpräsident Goppel, 18.7.1969, Spiegel 28.7.1969
►(1970 - 1977)
Ich habe ja immer erklärt, dass ich die NPD-Wähler nicht schlechthin für
Nazis halte."
Spiegel, 26.10.1970
"Ich bin die Stimme der Partei. Bringen Sie das Geld mit, dann dürfen Sie auch
mitreden".
Süddeutsche Zeitung, 25.5.1970
"Ich bin ein Deutschnationaler und fordere bedingungslosen Gehorsam"
Spiegel, 30.11.1970
"Was wir hier in diesem Land brauchen sind mutige Bürger, die die roten
Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören - in ihre Löcher.
Welt, 23.9.1974
►(1978 - 1988)
"Ich bin zwar kein Wehrdienstverweigerer aber trotzdem kein Feigling."
Die
Zeit, 6.7.1979
►Urteile und Einschätzungen über andere
Politiker/Persönlichkeiten
Über Werner Heisenberg:
"Damals(1956) ist mir bewusst geworden, dass zwischen höchstem
wissenschaftlichem Sachverstand und politischer Führungsqualifikation ein großer
Abstand klaffte. Hätte man Bildung und Aufbau des Atomministeriums dem
Nobelpreisträger Heisenberg überlassen, wäre das Ergebnis ein perfektes Chaos
gewesen. Ein Nobelpreisträger wird für seine Forschung ausgezeichnet, die oft
sehr spezialisiert ist und Qualitäten wie Phantasie und Originalität erfordert,
nicht aber Fähigkeiten, die man zur Schaffung eines Ministeriums braucht...
Heisenberg sagte mir einmal, dass die höhere Mathematik von heute nur verstehen
könne, wer unter dreißig Jahren sei und einen Ansatz zur Verrücktheit habe - er
selbst hatte den Nobelpreis mit 30 Jahren bekommen. "
(Auszug aus seiner
Autobiographie)
Über Willy Brandt:
"Wir müssen Herrn Brandt fragen dürfen: Was haben sie zwölf Jahre lang
draußen gemacht? Wir wissen, was wir drinnen gemacht haben."
"Jeder der sich um das höchste Amt
bewirbt, muss seine politische Vergangenheit lückenlos aufzeigen können.
Strauß im Wahlkampf gegen Willy Brandt, Sep. 1961
Über Herbert Wehner:
"Kommunistenbürscherl" - Stern, 3.4.1975
"Mitarbeiter Josef Stalins" - Frankfurter Rundschau, 25.9.1978
Über Ludwig Erhard
"Überhaupt kein Verständnis hatte Erhard
für eine strategisch-politische Konzeption, um die es mir immer ging, daß
nämlich die Bundesrepublik Deutschland... eine machtpolitische Position neuer
Qualität gewinnen müsse. "
(Auszug aus seiner
Autobiographie)
Über Rudolf Augstein
Es handelt sich bei Augstein und mir auch um zwei völlig entgegengesetzte
Charaktere.
Augstein von Komplexen geplagt, ist in der deutschen Politik und Publizistik
das, was der listig- verschlagene Loki in der germanischen Sagen-und Götterwelt
ist...
Obwohl die Haftbefehle (Strauß bezieht sich auf die Spiegel Affäre) gegen
Augstein und andere Spiegel Mitarbeiter nicht von mir, sondern von der Justiz
kamen und obwohl die zugrunde liegenden Fakten der Wahrheit entsprachen, wurde
ich zur Zielscheibe... Ich bin damals behandelt worden, wie ein Jude, der es
gewagt hätte, auf dem Reichsparteitag der NSDAP aufzutreten... Als Augstein
viele Jahre später in Italien wegen Rauschgiftbesitzes zu einer Haftstrafe von
16 Monaten mit Bewährung verurteilt wurde erschienen in der deutschen Presse
kaum Berichte. In allgemeiner stillschweigende Übereinkunft, zu deren
Beschreibung der fatale Begriff Gleichschaltung durchaus angemessen ist,
erfolgte hier weitgehend die Unterdrückung eines Vorgangs, der, wenn ihn der
Spiegel einem seiner Gegner hätte anlasten können, zu dessen publizistischer
Hinrichtung geführt hätte.
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