Zitate von Strauß :
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(1945 - 1962)
(1963 - 1969)
(1970 - 1977)
(1978 - 1988)

Über andere Politiker

 


(1945 - 1962)


"Wir Jungen haben nicht den Krieg mitgemacht, damit jetzt eine Partei gegründet wird unter diesen Vorzeichen des Streits, unter den Streithanseln, der uns schon in der Vergangenheit nichts gebracht hat"
März 1946 auf der ersten Landesversammlung der Christlich Sozialen Union in Bamberg


Wir leben in einem technischen Zeitalter, in dem die vereinigte Stärke unserer Bundesgenossen ausreicht, um das Reich der Sowjetunion von der Landkarte zu streichen."
(1956)


" Ein Volk, das diese wirtschaftlichen Leistungen erbracht hat, hat ein Recht darauf von Auschwitz nichts mehr hören zu wollen."


"Es werden noch Zeiten kommen, wo eine Kaserne genau so notwendig ist, wie eine Kirche"
Spiegel 1961


"Wie ich persönlich über die Leistungen der an der Front eingesetzt gewesenen Verbände der Waffen-SS denke wird Ihnen bekannt sein. Sie sind selbstverständlich in meine Hochachtung vor dem deutschen Soldaten des letzten Weltkrieges einbezogen."
Der Freiwillige, 1959


"Wer noch einmal das Gewehr in die Hand nehmen will, dem soll die Hand abfallen."
Aus einer Strauß Versammlung 1949, im Spiegel 1957 zum ersten Male zitiert und von Strauß bei Vorlage anerkannt, ab 1957 von ihm ständig dementiert.


"Wir leben in einem technischen Zeitalter, in dem die vereinte Stärke unserer Bundesgenossen ausreicht, um das Reich der Sowjetunion von der Landkarte streichen zu können."
Rede in Hollfeld, Nov.1956


(1963 - 1969)


"(Der Spiegel) ist die Gestapo des heutigen Deutschlands. Es gibt dort Tausende von Personalakten. Wenn man die Nazi-Vergangenheit Deutschlands betrachtet, so hat fast jeder etwas zu verheimlichen. Das ermöglicht Erpressungen. Ich war gezwungen dagegen vorzugehen."
Ha`Aretz- Interview, 2.6.1963


über linke Studenten:
"Verdreckte Vietcong-Anhänger, die da öffentlich Geschlechtsverkehr treiben."  Spiegel, 29.7.1968
Die Außergesetzlichen haben in gröbster Weise die öffentliche Ruhe und Ordnung gestört... Diese Personen nützen nicht nur alle Lücken der Paragraphen eines Rechtsstaates aus, sondern benehmen sich wie Tiere, auf die die Anwendung der für Menschen gemachten Gesetze nicht möglich ist...
Telegramm an Ministerpräsident Goppel, 18.7.1969, Spiegel 28.7.1969


(1970 - 1977)


Ich habe ja immer erklärt, dass ich die NPD-Wähler nicht schlechthin für Nazis halte."
Spiegel, 26.10.1970


"Ich bin die Stimme der Partei. Bringen Sie das Geld mit, dann dürfen Sie auch mitreden".
Süddeutsche Zeitung, 25.5.1970


"Ich bin ein Deutschnationaler und fordere bedingungslosen Gehorsam"
Spiegel, 30.11.1970


"Was wir hier in diesem Land brauchen sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören - in ihre Löcher.
Welt, 23.9.1974


(1978 - 1988)


"Ich bin zwar kein Wehrdienstverweigerer aber trotzdem kein Feigling."
Die Zeit, 6.7.1979



Urteile und Einschätzungen über andere Politiker/Persönlichkeiten


Über Werner Heisenberg:
"Damals(1956) ist mir bewusst geworden, dass zwischen höchstem wissenschaftlichem Sachverstand und politischer Führungsqualifikation ein großer Abstand klaffte. Hätte man Bildung und Aufbau des Atomministeriums dem Nobelpreisträger Heisenberg überlassen, wäre das Ergebnis ein perfektes Chaos gewesen. Ein Nobelpreisträger wird für seine Forschung ausgezeichnet, die oft sehr spezialisiert ist und Qualitäten wie Phantasie und Originalität erfordert, nicht aber Fähigkeiten, die man zur Schaffung eines Ministeriums braucht... Heisenberg sagte mir einmal, dass die höhere Mathematik von heute nur verstehen könne, wer unter dreißig Jahren sei und einen Ansatz zur Verrücktheit habe - er selbst hatte den Nobelpreis mit 30 Jahren bekommen. "
(Auszug aus seiner Autobiographie)  


Über Willy Brandt:
"Wir müssen Herrn Brandt fragen dürfen: Was haben sie zwölf Jahre lang draußen gemacht? Wir wissen, was wir drinnen gemacht haben."

"Jeder der sich um das höchste Amt bewirbt, muss seine politische Vergangenheit lückenlos aufzeigen können.
Strauß im Wahlkampf gegen Willy Brandt, Sep. 1961


Über Herbert Wehner:
"Kommunistenbürscherl" - Stern, 3.4.1975
"Mitarbeiter Josef Stalins" - Frankfurter Rundschau, 25.9.1978


Über Ludwig Erhard
"Überhaupt kein Verständnis hatte Erhard für eine strategisch-politische Konzeption, um die es mir immer ging, daß nämlich die Bundesrepublik Deutschland... eine machtpolitische Position neuer Qualität gewinnen müsse. "
(Auszug aus seiner Autobiographie)


Über Rudolf Augstein
Es handelt sich bei Augstein und mir auch um zwei völlig entgegengesetzte Charaktere.
Augstein von Komplexen geplagt, ist in der deutschen Politik und Publizistik das, was der listig- verschlagene Loki in der germanischen Sagen-und Götterwelt ist...
Obwohl die Haftbefehle (Strauß bezieht sich auf die Spiegel Affäre) gegen Augstein und andere Spiegel Mitarbeiter nicht von mir, sondern von der Justiz kamen und obwohl die zugrunde liegenden Fakten der Wahrheit entsprachen, wurde ich zur Zielscheibe... Ich bin damals behandelt worden, wie ein Jude, der es gewagt hätte, auf dem Reichsparteitag der NSDAP aufzutreten... Als Augstein viele Jahre später in Italien wegen Rauschgiftbesitzes zu einer Haftstrafe von 16 Monaten mit Bewährung verurteilt wurde erschienen in der deutschen Presse kaum Berichte. In allgemeiner stillschweigende Übereinkunft, zu deren Beschreibung der fatale Begriff Gleichschaltung durchaus angemessen ist, erfolgte hier weitgehend die Unterdrückung eines Vorgangs, der, wenn ihn der Spiegel einem seiner Gegner hätte anlasten können, zu dessen publizistischer Hinrichtung geführt hätte.


 


Franz-Josef Strauß